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25

Nov

2009

Pressemitteilung - JuLis fordern sofortiges Ende der Besetzung

Die Jungen Liberalen positionieren sich klar gegen die Protestaktionen an der Trierer Uni

Trier, 25. November 2009: Der Kreisverband der Jungen Liberalen Trier/Trier-Saarburg bezieht Position gegen die aktuelle Form studentischer Proteste an der Universität Trier. Kreisvorsitzender Tobias Schneider findet deutliche Worte in Richtung Audimax.

 

Zwar sehen auch die JuLis, dass es an der Universität Trier im Zuge der Bachelor/Master-Umstellung in vielen Studiengängen zu erheblichen Problemen für die Studierenden gekommen ist, denen dringend und umgehend begegnet werden muss, allerdings werden Methoden wie die Besetzung des Audimaxes nicht als zielführend erachtet. Darüber hinaus wird betont, dass die Beteiligung an den Protesten inzwischen als extrem gering zu bewerten sei. „Wenn von über 14.000 Studierenden an Universität Trier wenige Dutzend auf die Barrikaden gehen, so zeigt dies doch sehr deutlich, dass die aktuellen Proteste bei der Mehrheit der Studierenden keine Unterstützung finden", so Tobias Schneider, Kreisvorsitzender der JuLis.

 

„Der richtige Weg ist unserer Ansicht nach, durch Engagement in studentischen Vetretungen, kommunalen Gremien und durch Gespräche mit Entscheidungsträgern auf Landesebene, aktiv an der Lösung bestehender Probleme zu arbeiten. Daher unterstützen wir ausdrücklich die Initiative
von Uni-Präsident Peter Schwenkmezger, einen regelmäßig tagenden runden Tisch zur Lösungsfindung zu installieren. Leider ließ das Interesse vieler Studierender an der Verbesserung der Situation mitzuarbeiten in der Vergangenheit meist eher zu wünschen übrig. Mit Hinblick auf die äußerst niedrige Wahlbeteiligung von weniger als zwölf Prozent bei der letzten StuPa-Wahl, scheint hier ein großes Verbesserungspotential zu liegen,“ führt Schneider näher aus.

 

„Außerdem sind die bisherigen Aktionen eher als linksideologisch aufgeladen und weniger als pragmatischproblemorientiert zu betrachten. Einige der Forderungen sind zudem technisch nicht umsetzbar. Die Vorstellung, dass es möglich sei, innerhalb weniger Tage neue Gebäude aus dem Boden sprießen zu lassen, ist schlichtweg realitätsfern. Es ist sehr fraglich, ob mit solchen Utopien viel erreicht werden kann. Es ist eher zu befürchten, dass durch solche Aktionen ein Image der Studierenden gefördert wird, welches die Integration in die Trierer Gesellschaft weiter erschwert,“ so Schneider abschließend.

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Kommentare: 11

  • #1

    Markus (Mittwoch, 25 November 2009 18:20)

    Hm, naja, wenigstens unterstützt die ULI-LHG ja wenigstens den Bildungsstreik (haben sie heute auf der Wahlvorstellung zur StuPa-Wahl gesagt). Und die sind da wohl auch näher dran und wissen, dass man ohne öffentliche Aufmerksamkeit kaum die derzeitigen Entscheidungsträger beeinflussen kann. Wäre der runde Tisch ohne die Proteste zustande gekommen?
    Ich kann auch in den meisten Forderungen noch nicht mal etwas explizit linkes entdecken. Natürlich braucht es zur Umsetzung mehr finanzielle Mittel, aber das ist ja eine der Hauptforderungen.

  • JimdoPro
    #2

    julis-trier (Mittwoch, 25 November 2009 19:16)

    Viele JuLis sind ja selbst Mitglied bei der ULI-LHG. Bei den Aussagen auf der Wahlvollversammlung handelte es sich offensichtlich um eine Einzelmeinung eines Neumitgliedes. Dass solche Dinge aber offen geäußert werden und nicht totgeschwiegen werden, wie bei anderen politischen Gruppierungen, macht ja gerade den Geist einer liberalen Organisation aus. Dies ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass sich die JuLis und die überwältigende Mehrheit der ULI-LHG Mitglieder sich eindeutig gegen alle Protestaktionen im Zuge des Bildungsstreiks positionieren.
    Dass es bei diesen Aktionen einen eindeutig linken Hintergrund gibt zeigt sich schon an der Unterstützerliste (http://www.bildungsstreik.net/aufruf/unterstutzer_innen/).

    Hier mal eine kleine Auswahl:

    Assoziation Marxistischer Studierender
    Die Linke.SDS
    REVOLUTION – internationale kommunistische Jugendorganisation
    Rote Antifa Duisburg
    SAV – Sozialistische Alternative Bundesverband
    SDAJ (Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend) Bundesverband
    zudem einige ASten, Fachschaften, Juso- und Grüne Hochschulgruppen, Gewerkschaften etc. alles Gruppierungen, die seit jeher Sammelbecken für die Anhänger linken Gedankenguts waren und es häufig noch sind.

  • #3

    Marc (Mittwoch, 25 November 2009 19:41)

    zum 1. Absatz: weder sind es nur wenige Dutzend, die an den Plena teilnehmen, noch gibt dies die Unterstützung der Proteste wieder. Zudem fluktuieren die TeilnehmerInnen je nach Plena und so stehen generell wesentlich mehr hinter der Besetzung, wie die Vollversammlung mit 800 Stimmen zeigte. In der Tat wäre eine größere, aktive Beteiligung wünschenswert.

    zum 2. Absatz: DEN richtigen Weg zu kennen ist anmaßend und benennt Methoden, die in den letzten Jahrzehnten defintiv nicht zu einem Umdenken in der hießigen Bildungspolitik geführt haben. Die europaweiten Proteste zeitigen Wirkung, die nicht mit allen Stupa/Gremien-Sitzungen und Bittstellerei im Landesministerium zusammen erzielt wurde. Der gesamtgesellschaftliche Diskurs wird nicht durch kleine Hinterzimmerpolitik bewegt. Zudem brauchte es "Räume", um sich gemeinsamer Interessen bewusst zu werden, Ideen und damit kollektive Handlungsfähigkeit zu entwickeln. Was nicht heißen soll, dass jene Arbeit in Gremien etc. überflüssig ist. Nebenbei: die geringe Wahlbeteiligung ist wohl eher Ergebnis mangelnder Einflussmöglichkeiten der studentischen Selbstverwaltung als ein allgemeines "Verdrossenheitssyndrom" (Vgl. Foderung nach mehr Viertelparität in den Hochschulgremien, v.a. Senat). Ganz generell heißt das: Mehr Demokratie in unseren politischen Institutionen bedeutet eine höhere Relevanz der eigenen Beteiligung!

    zum 3. Absatz: "Linksideologisch" spricht ein m.E. quasi-religiöses Ressentiment an, das als Diskurs abschneidendes Pseudo-Argument in die Debatte geführt wird und häufig dazu dient, sich nicht (richtig) mit den Inhalten auseinanderzusetzen. Wenn Forderungen nach u.a. mehr Demokratie, Gerechtigkeit und Selbstbestimmung im Bildungswesen "links" sind, dann nenne ich die Einführung von u.a. Managmentstrategien in die Hochschulorganisation, Elitenbildung a la Exzellenzinitiative/Studiengebühren... ("Kommodifizierung von Bildung") und Verschulung "liberal" und "rechts".
    In dem Sinne fragt man/frau sich, was unter pragmatischproblemorientiert zu verstehen ist? Bittstellen? Strukturelle Problemem verwalten? vermeintliche Sachzwänge internalisieren?
    Was "technisch" möglich ist, erscheint mir Ausdruck politischen Willens zu sein und nicht irgendeines Sachzwangs.
    Ein neues Gebäude wurde im Übrigen kürzlich "aus dem Boden" gestampft (Nähe A-Gebäude). Auch findet sich eine derartige Forderung m.W. nicht explizit in den Forderungen des Bildungsstreik. An dieser Stelle sei gewarnt, die Forderungen auf die (zwar berechtigte aber nur beschränkte) Formel "Mehr DozentInnen und Räume" zu verkürzen. Ich denke damit angedeutet zu haben, dass die Forderung nicht realitätsfern sind, sondern eher die derzeitig proklamierte Bildungspolitik! Für ein Umdenken scheinen mir (auch) Liberale nicht realitätsnah genug, ganz im Gegenteil!

  • #4

    moritz (Mittwoch, 25 November 2009 19:53)

    Es wäre begrüßenswert wenn sich so mancher, der sich heute "liberal" nennt, und im selben atemzug gegen "linksideologisch[e Aktionen]" hetzt, kurz überlegt wo seine ideologischen Namenvettern damals, in der Sternstunde des der Deutschen Demokratie 1848/49, im Paulskirchenparlament saßen.

  • #5

    Markus (Mittwoch, 25 November 2009 20:06)

    @ julis-trier:

    Tut mir Leid, aber ein Hinweis auf die Unterstützer reicht da keineswegs aus. Nur weil linke dies unetrstützen, heißt dies doch nicht, dass die INHALTE dieser Aktion links sein müssen! So beteiligt sich in anderen Städten ja auch die FDP teilweise an Anti-Nazi-Demos zusammen mit linken Gruppen, ohne dass ich die FDP jetzt als links einordnen würde oder die Bekämpfung von Rechtsextremismus als ein nur linkes Ziel.
    Bitte, bringt doch Argumente, welche Forderungen des Bildungsstreiks ihr nicht teilt. Wenn ihr die Ziele aber teilt und ihn nur nicht unterstützt, weil dort linke Gruppen mitmachen, halte ich das doch eher für einen Kindergarten. Stimmt die Bundes-FDP etwa gegen ein Gesetz, nur weil auch Vertreter der Linkspartei dafür stimmen. Ich denke doch nicht.

  • #6

    Jan (Mittwoch, 25 November 2009 20:55)

    ich finde es tatsächlich äußerst traurig, welche Formen dieser "Streik" annimmt !!
    Es werden bessere Rahmenbedingungen für studierende gefordert (was durchaus in Ordnung ist) ABER indem man die Rahmenbedingungen unbetroffener Studenten verschlechtert ??!!

    Findet ihr es tatsächlich solidarisch (um mal eines eurer Argumente aufzuschnappen) das Audimax mit 20 Leutschen zu besetzen und anderen ihre Chance auf Bildung zu verwehren oder die Vorlesungen zu unsittlichen Zeiten stattfinden zu lassen (z.B. die BWLer oder die Juristen) .... ALSO ICH FINDE DAS UNSOLIDARISCH !!!

    Also nochmals ... ich halte die meisten Forderungen durchaus für berechtigt ... aber sein "Bessereswohl" zu Lasten von anderen Studenten durchsetzen zu wollen ist doch wirklich mehr als unfair und unsolidarisch !!!

  • #7

    Hans (Mittwoch, 25 November 2009)

    Unsolidarisch ist es es hinzunehmen, dass es anderen nicht ermöglicht wird zu studieren, weil sie im hochselektiven Bildungssystem der BRD aussortiert werden oder es erschwert wird (Stichwort: soziale Herkunft reproduzierende NCs, dreigliedriges Schulssystem, Studiengebühren, Studieren mit Kind uvm.) Unsolidarisch ist es, zu akzeptieren unter den gegebenen Bedingungen lernen zu müssen, wenn gleichzeitig andere sich (unter z.T. Ausfall ihrer Lehrveranstaltungen) dagegen einsetzen. Unsolidarisch ist es Partialinteressen (Vorlesung xy) gegen Allgemeininteresse (ein freieres und sozial gerechteres Bildungswesen) zu vertreten!
    Und: es gibt Angebote den Ausfall zu kompensieren - bspws. mittels Livestream-Aufnahmen oder Verlegung in andere Hörsäle. Außerdem kann man auch erwarten, dass ein Studierender in der Lage sein sollte, sich teilweise Inhalte selbstständig anzueignen. Ich vermute hinter diesem Aufschrei eher Egozentrismus als Einsicht in die Forderungen, denn sonst würde man/frau sich eher um gemeinsame Lösungen bemühen, als platterweise einen Abzug zu fordern. Das zeigt auch schon, wenn von "sein Besserwohl" und nicht von "unserem" gesprochen wird...

  • #8

    freundlicher.kritiker (Donnerstag, 26 November 2009 00:30)

    Es ist schade, dass der oben genannte Egoismus der Jura- und BWL- Studenten dafür sorgt, dass sie ihren Mitstudenten in den Rücken fallen.

    Vielleicht liegt es daran, dass sie in einem Uni-System sozialisiert werden in dem das Recht des (finanziell) Stärkeren herrscht. Man bildet sie aus für eine Firma/einen Klienten das bestmögliche Ergebnis herauszuholen, ohne dabei auf die restliche Gesellschaft oder moralische Grundwerte zu achten (Beispiele dafür: das Erstreiten von Managergehältern, eben jene, Ursachen der Finanzkriese etz.)
    Auf Kosten der breiten Masse wird somit das Vermögen einiger Weniger gemehrt.
    Die Ausbildung von Juristen und BWLern dient dazu, die Machtverhältnisse in diesem System zu erhalten und zu stärken.
    (Auch dazu ein Beispiel:
    Der Grund warum Juristen in der Bib keine Bücher ausleihen dürfen liegt darin, dass sie diese mit dem Vorsatz unbrauchbar machen, ihren Mitstreitern um gute Noten, das Wissen vorzuenthalten. Nicht alle, aber doch genügend von ihnen arbeiten mit solchen Tricks wie den Herrausreißen von Seiten, Schwärzen von Passagen, oder Verstecken der Bücher im zum Teil abenteuerlichen Stil.. Die Anweisung an die Bibliothek, das Ausleihverbot zu erlassen, kam damals übrigens von den Juradozenten.)

    Die FDP ist im Moment eine der Parteien die in der Regierung ist. Und da sie die Partei ist die eindeutig den Sinn und Zweck hat, finanziell besser Gestellten Mitgliedern in unserer Demokratie das Leben zu erleichtern, ist es klar, dass sie das Bildungssystem, so wie es zur Zeit ist, unterstützt.
    Und die Studenten der Jura und BWL Studiengänge ebenso. Die Juristen haben noch ein BA MA unabhängiges System. Die Glücklichen. Und die BWLer sind diejenigen für deren zukünftige Arbeitgeber das BA MA System zugeschnitten ist.
    Das heißt das ich verstehe warum sie nicht mit streiken.

    Aber fallt doch bitte nicht jenen in den Rücken die unter der BA MA Situation leiden.


    Es ist so, dass im Audimax eindeutig zu wenige Studenten sitzen. Aber wenn man bedenkt, wie groß der jährliche Papier und Kleister Aufwand ist um 12% der Studierenden zur Stupawahl zu animieren, sie zu politisieren, dann kann man vor den "paar Dutzend" die da im Audimax sitzen und versuchen mit ihren kläglichen Mitteln etwas zu bewegen nur den Hut ziehen.

    Wenn die "UNI-FDP" etwas gegen die Besetzung tun will, soll sie doch bitte bei der nächsten VV ihre Anhänger dazu animieren gegen die weitere Besetzung zu voten. Meine Stimme aber bekommen sie nicht!
    Ich würde auch mal gerne sehen was man denn von ihrer Seite Sinnvolles gegen den BA MA Unfug unternommen hat.

    Mit streiksolidarischen Grüßen,

    der freundliche Kritiker
    (überparteilich)

  • #9

    Jan (Donnerstag, 26 November 2009 17:23)

    Ich bin tatsächlich über eure Ansichten mehr als verblüfft ...
    Es ist also allenernstes so, dass andere die wie du schon sagst nicht oder weniger stark betroffen sind (wofür ich auch sehr froh bin muss ich sagen) ihre chancen auf gerechte bildung versaust ... zu ich sag jetzt mal DEINEN gunsten ?!?!

    ich gebe dir ja recht dass man mit der situation unzufrieden sein kann in der ihr / du euch /dich befindet aber man muss es doch nicht zu lasten anderer austragen ?!

    Was meinst du wieviele beisteuernde Studenten ihr noch aus den FB IV und V hättet wenn ihr eure Sache nicht so egoistisch angegangen wärt ...

    Aber noch trauriger (obwohl ich net genau weis ob ich weinen oder lachen soll) ist deine meinung über die herbeisteuerung der finankrise und ihre schuldigen ...
    nundenn ich wills nicht weiter kommentieren ... ich belass es mal so ...
    nur ärgert es mich dass du offenbar leider nur in floskeln reden kannst ... es ist schlichtweg unfair generalisierungen durchzuführen aufgrund von dingen die einzelne herbeigeführt haben ...

    aber dennoch sei kurz auch ein positives wort zum abschluss ... ich freue mich dass einsicht unter den streikern eingekehrt ist bzgl. des audimax ... so ist man wenigstens nach rund einer woche den anderen studenten gegenüber fair geworden sie halt nicht betroffen sind ... und vllt gewinnt man jetzt auch deren unterstützung ;-)

  • #10

    aus Berlin (Donnerstag, 26 November 2009 22:35)

    Nur eine kurze Frage hätte ich an dieser Stellen: Was macht Ihr Liberalen denn für bessere Bildung, die für alle zugänglich ist?

  • #11

    Martin (Samstag, 28 November 2009 17:36)

    Wir wissen zwar, dass jede Realität auf irgendeine Art und Weise (sozial) konstruiert ist, dennoch erlaube ich mir einmal zu schreiben, was ich für real an diesen Diskussionen halte:

    Fakt ist für mich, dass das BA/MA-System erhebliche Probleme aufweist, die im Interesse aller (Studis, Dozenten, Politik, Gesellschaft) dringend reformiert werden müssen. Eine der Grundideen des BA/MA-Prozesses (Harmonisierung des europ. Hochschulraumes zum Zwecke der Vereinfachung der Wechselmöglichkeit und der gegenseitigen Anerkennung von Abschlüssen) halte ich für sehr wünschenswert; nur dass die BA/MA-Reform und deren Umsetzung in Deutschland uns nicht näher an die Erreichung dieses Zieles herangebracht, sondern weiter davon entfernt hat.
    Aber selbst wenn wir alle durch BA/MA verursachten Probleme beseitigt haben, dann sind die Hochschulen trotzdem noch chronisch unterfinanziert. Auch deshalb ist der Streik für mich mehr als problematisch, weil er sich zu sehr auf BA/MA fokussiert. Zum Anderen führen unsinnige Forderungen nach Abschaffung der Noten im Hochschulstudium und der Ruf nach offenen, autonomen Seminaren verbunden mit grundlegender Kapitalismuskritik nicht gerade dazu, dass die durchaus berechtigte Kritik, die jetzt im Rahmen des Protestes geäußert wird und die auch vorher schon von Studierenden geäußert wurde (z.B. auch von der ULI-LHG), in der Öffentlichkeit und bei Experten besonders ernst genommen wird.

    Wir sollten endlich aufhören, die Debatten von gestern mit den Kampfbegriffen von vorgestern zu führen, sondern stattdessen lieber die aktuellen Probleme angehen, und zwar in einer engagierten, aber doch problemorientierten Art und Weise, wozu ich durchaus auch Proteste zähle, nicht aber den Bildungsstreik in seiner jetzigen Form.

    Beste Grüße,
    Martin

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